05.03.10
Die EU-Kommission hat ein Rekord-Förderpaket für eine bessere Energieinfrastruktur bewilligt. Deutschland profitiert vom Geld für die Gasleitung Nabucco und für die Stromverbindung zwischen Halle/Saale und Schweinfurt. Europaweit werden mit 2,3 Milliarden Euro 31 Gas- und 12 Stromprojekte gefördert, die für mehr Sicherheit bei der Energieversorgung sorgen sollen. Der zweite Teil des insgesamt 4 Milliarden Euro schweren Energiepakets aus dem EU-Konjunkturprogramms wird damit an 43 Großprojekte vergeben. EU-Energiekommissar Günther Oettinger erklärte: "Wir haben wichtige Schlüsselvorhaben ausgewählt, die helfen werden, ein besser integriertes Energieversorgungsnetz in Europa aufzubauen, in dem die Energie flexibel über die Grenzen der Mitgliedstaaten hinweg fließen kann. Die Energie- und Klimaziele Europas machen große und risikoreiche Infrastrukturinvestitionen mit langen Amortisierungszeiten erforderlich. Das Problem ist, dass angesichts des derzeitigen Wirtschaftsklimas solche Vorhaben heute verschoben werden könnten".
Konkret will die EU-Kommission 910 Millionen Euro für 12 Stromverbundprojekte und 1,39 Milliarden Euro für 31 Gasleitungsvorhaben bereitstellen. Durch die Kofinanzierung dieser Projekte in Höhe von 50 Prozent wird der Beitrag der EU helfen, Investitionsmittel von bis zu 22 Milliarden Euro aus dem privaten Sektor zu mobilisieren. Die 2,3 Milliarden Euro werden in den kommenden 18 Monaten an Projektentwickler vergeben. Für Nabucco stehen bis zu 200 Millionen Euro bereit, für das Projekt Halle-Schweinfurt (Vattenfall Europe und Transpower) bis zu 100 Millionen Euro.
Alle Informationen im Einzelnen finden Sie hier und hier.
Informationen zum bereits bewilligten ersten Förderpaket für CCS und Off-Shore Projekte gibt es hier.
Quelle: EU Kommission